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Schiefer Turm von Pisa auf der Piazza dei Miracoli

Der Schiefer Turm von Pisa neigt sich seit fast neun Jahrhunderten unaufhaltsam – und genau diese strukturelle Unvollkommenheit hat ihn zu einem der bekanntesten Bauwerke der Welt gemacht. Bereits während seiner Bauzeit im 12. Jahrhundert begann sich der Glockenturm des Pisaner Doms zur Seite zu neigen, weil der weiche Untergrund aus Ton und feinem Sand dem Gewicht des Marmors nicht standhielt. Was damals als Baufehler galt, ist heute das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Torre Pendente di Pisa: eine Schräglage von rund vier Grad, die nach aufwendigen Stabilisierungsmaßnahmen zwischen 1990 und 2001 dauerhaft gesichert wurde. Wer die 294 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, erlebt nicht nur einen Panoramablick über die Dächer Pisas und das Arno-Tal – er steht auf einem Bauwerk, das die Grenzen mittelalterlicher Ingenieurskunst sowohl dokumentiert als auch überlebt hat.

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*Affiliate-Links – du zahlst keinen Aufpreis. Links vor Buchung bitte manuell auf Gültigkeit prüfen.

MerkmalDetails
TypFreistehender Campanile (Glockenturm)
BaujahrBaubeginn 1173, Fertigstellung ca. 1372
ArchitektBonanno Pisano (1. Bauphase, nicht gesichert); weitere Bauphasen unter verschiedenen Meistern
AdressePiazza del Duomo, 56126 Pisa, Italien
StatusUNESCO-Weltkulturerbe seit 1987 (als Teil des Piazza del Duomo-Ensembles)
HöheCa. 55,86 m auf der niedrigeren Seite, ca. 56,70 m auf der höheren Seite
NeigungCa. 3,97 Grad (nach Stabilisierung 2001)
MaterialWeißer Carrara-Marmor

Der Schiefer Turm ist Teil des Piazza del Duomo-Ensembles in Pisa, zu dem neben dem Turm auch der Dom (Duomo di Santa Maria Assunta), das Baptisterium und der Camposanto Monumentale gehören. Dieses Ensemble zählt zu den bedeutendsten romanischen Baukomplexen Italiens und wurde 1987 gemeinsam als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Der Turm selbst fungierte ursprünglich als Glockenturm des Doms und beherbergt noch heute sieben Glocken, von denen die älteste aus dem Jahr 1262 stammt.

Überblick: Warum sich ein Besuch lohnt

  • Die Besteigung der 294 Stufen ermöglicht einen freien Panoramablick über Pisa, das Arno-Tal und bei klarem Wetter bis zur Küste des Tyrrhenischen Meers.
  • Der Turm ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Piazza del Duomo – einem der vollständigsten romanischen Ensembles Italiens.
  • Die Stabilisierungsarbeiten (1990–2001) sind ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst: Ingenieure entfernten gezielt Erdreich auf der höheren Seite, um die Schräglage um ca. 44 cm zu reduzieren.
  • Galileo Galilei soll hier überlieferten Berichten zufolge Fallexperimente durchgeführt haben – ob dieser historische Bezug zutrifft, ist unter Historikern umstritten, verleiht dem Ort aber eine besondere wissenschaftsgeschichtliche Dimension.
  • Der Turm ist täglich geöffnet; die Besucherzahlen sind auf der Plattform begrenzt, weshalb Tickets weit im Voraus ausgebucht sein können – Online-Buchung ist daher empfehlenswert.
  • Die Kombination mit Dom, Baptisterium und Camposanto auf derselben Piazza erlaubt einen halbtägigen Kulturbesuch ohne Ortsveränderung.

Geschichte des Schiefen Turms von Pisa

Entstehung und Auftraggeber
Der Bau des Glockenturms begann am 9. August 1173, wie eine Inschrift am Fundament belegt. Die Identität des ursprünglichen Architekten ist bis heute nicht abschließend geklärt: Lange Zeit wurde Bonanno Pisano als Erbauer genannt, doch neuere Forschungen legen nahe, dass ein gewisser Diotisalvi – der auch das Baptisterium von Pisa entworfen haben soll – an der Planung beteiligt gewesen sein könnte. Gesichert ist, dass die Bauherren die Республик Pisa waren, damals eine der mächtigsten Seerepubliken des Mittelmeerraums. Der Turm war als Campanile für den bereits bestehenden Dom (Baubeginn 1063) geplant und sollte die maritime und wirtschaftliche Stärke der Stadt repräsentieren.

Schon nach dem Bau der dritten Etage, um 1178, wurde die Neigung des Fundaments sichtbar: Der weiche, mehrschichtige Untergrund aus Ton, feinem Sand und Schalen auf der Südseite konnte das Gewicht des Marmors nicht gleichmäßig tragen. Der Bau wurde gestoppt – vermutlich auch, weil Pisa in kriegerische Auseinandersetzungen mit Genua und Lucca verwickelt war. Dieser unfreiwillige Baustopp von knapp einem Jahrhundert erwies sich paradoxerweise als Rettung: Das Erdreich hatte Zeit, sich zu setzen und zu verfestigen, was einen noch stärkeren Einsturz verhinderte.

Blütezeit und bedeutende Ereignisse
Im 13. Jahrhundert wurde der Bau unter Giovanni di Simone wieder aufgenommen, der versuchte, die Neigung durch eine leichte Gegenneigung der oberen Stockwerke zu kompensieren – erkennbar an der leicht gebogenen Silhouette des Turms. Die Arbeiten kamen erneut ins Stocken, diesmal durch die verheerende Niederlage Pisas in der Seeschlacht von Meloria gegen Genua im Jahr 1284, die die Stadtrepublik politisch und wirtschaftlich schwächte.

Die sieben Glocken des Turms wurden in verschiedenen Jahrhunderten hinzugefügt. Die größte, die sogenannte Assunta, wurde 1655 gegossen und wiegt ca. 3,6 Tonnen. Mit dem Bau der letzten Etage – des Glockenstuhls – wurde der Turm erst um 1372 abgeschlossen, fast zwei Jahrhunderte nach dem ersten Spatenstich. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Neigung bereits mehrere Grad, und der Turm hatte die charakteristische Krümmung angenommen, die ihn heute auszeichnet.

Ein besonderes Kapitel der Turmgeschichte ist mit Galileo Galilei verbunden, der in Pisa geboren wurde (1564) und an der Universität Pisa lehrte. Der überlieferte Bericht, er habe vom Turm aus Kugeln verschiedener Masse fallen lassen, um das freie Fallen zu demonstrieren, lässt sich historisch nicht eindeutig belegen. Dennoch ist diese Verknüpfung von Ort und Wissenschaftsgeschichte ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Bedeutung des Turms.

Wandel und Gefährdung im 20. Jahrhundert
Durch das 20. Jahrhundert nahm die Neigung des Turms kontinuierlich zu – messbar um etwa 1 mm pro Jahr. In den 1960er und 1970er Jahren wurde die Schieflage so kritisch, dass internationale Ingenieurkommissionen gegründet wurden, um Lösungen zu finden. Verschiedene Stabilisierungsversuche scheiterten, einige verschlimmerten die Situation sogar. 1990 wurde der Turm schließlich für Besucher gesperrt, da die Gefahr eines unkontrollierten Absturzes als zu hoch eingestuft wurde.
Entwicklung bis heute
Zwischen 1993 und 2001 führte ein internationales Ingenieurteam unter Leitung des britischen Geotechnikers John Burland die bis dahin aufwendigste Turmstabilisierung der Geschichte durch. Kernmaßnahme war die kontrollierte Entnahme von Erdreich auf der höheren Nordseite des Fundaments, wodurch sich der Turm um ca. 44 cm zurückrichtete und die Neigung von knapp 5,5 Grad auf rund 3,97 Grad reduziert wurde. Im Dezember 2001 wurde der Turm wieder für Besucher geöffnet. Seitdem gilt die Konstruktion als für mindestens 200 weitere Jahre stabil – eine Einschätzung, die regelmäßig durch kontinuierliche Messungen überprüft wird.

Architektur & Besonderheiten

Außenfassade
Der Turm besteht vollständig aus weißem Carrara-Marmor und grauem Kalkstein und misst an seiner niedrigeren Seite ca. 55,86 Meter, an der höheren ca. 56,70 Meter. Die Fassade ist in acht Stockwerke gegliedert: ein massives Erdgeschoss mit Halbsäulen und Blindarkaden, sechs Galerien mit Säulenkolonnaden im romanischen Stil, und abschließend den zurückgesetzten Glockenstuhl. Die insgesamt 207 Säulen der Außengalerien folgen einem klassischen romanisch-pisanischen Formenkanon, der auch am benachbarten Dom und Baptisterium erkennbar ist und als pisanische Romanik bezeichnet wird.

Innenräume und Treppenaufgang
Das Innere des Turms ist für die Öffentlichkeit nur durch den Aufstieg zur Aussichtsplattform zugänglich. Die 294 Marmorstufen winden sich in einer Wendelstiege spiralförmig nach oben; durch die Neigung des Turms wirkt der Gang für Besucher spürbar schräg – die eine Seite der Treppe ist merklich steiler als die andere. Der Treppenschaft ist von massivem Mauerwerk umgeben, was ein Gefühl von Enge und Kompaktheit erzeugt, das dem Panoramablick auf der Plattform einen umso stärkeren Kontrast verleiht.

Bedeutendste Architekturdetails
Die Hängerkonsolen (Kapitelle) der Außensäulen zeigen vegetabile und figurale Ornamentik, die für die pisanische Romanik des 12. Jahrhunderts charakteristisch ist. Besonders bemerkenswert ist die bereits erwähnte Gegenkrümmung der oberen Stockwerke: Giovanni di Simone ließ die oberhalb der dritten Etage weitergeführten Galerien leicht zur Gegenseite neigen, um die Schräge optisch zu korrigieren. Diese Maßnahme schuf unbeabsichtigt die bananenförmige Silhouette, die heute Architekturhistoriker als einzigartiges Dokument mittelalterlicher Baukompromisse beschreiben.

Highlights & Sammlungen

Die Aussichtsplattform
Das Haupterlebnis des Turmbesuchs ist unbestritten die Plattform im achten Stockwerk in ca. 56 Meter Höhe. Von dort bietet sich ein 360-Grad-Panorama über das Piazza-del-Duomo-Ensemble, die Dächer der Pisaner Altstadt, das grüne Band des Arno und – bei klarem Wetter – die Ausläufer der Apuanischen Alpen im Norden. Die spürbare Schräglage auf der Plattform selbst ist ein körperliches Erlebnis, das Fotografien nicht vollständig vermitteln können: Wer am äußeren Brüstungsrand steht, spürt deutlich, wie das Gleichgewichtsgefühl irritiert wird.

Die sieben Glocken
Der Glockenstuhl im obersten Stockwerk beherbergt sieben historische Glocken, deren älteste – die sogenannte Verruca – aus dem Jahr 1262 stammt. Die Glocken sind nach den sieben Tönen der Tonleiter gestimmt und wurden in verschiedenen Jahrhunderten gegossen. Die größte, die Assunta (ca. 3,6 t, gegossen 1655), wird bei besonderen kirchlichen Anlässen geläutet. Aus statischen Gründen ist das reguläre Läuten der Glocken seit den Stabilisierungsarbeiten stark eingeschränkt.

Tipp:
Mit einer geführten Tour über die Piazza dei Miracoli lassen sich die kunsthistorischen Zusammenhänge zwischen Turm, Dom und Baptisterium mit einem lokalen Kunstführer erschließen – bei GetYourGuide buchen.

Das Ensemble auf der Piazza dei Miracoli
Wer den Schiefen Turm besucht, steht automatisch im Zentrum eines der bedeutendsten romanischen Ensembles Europas. Der Duomo di Santa Maria Assunta (Baubeginn 1063) besticht durch seine vierstöckige Marmorfassade und das berühmte Bronzeportal der Porta di San Ranieri, das Bonanno Pisano um 1180 schuf. Das Baptisterium (Baubeginn 1152) ist das größte Italiens und beherbergt die Kanzel des Nicola Pisano von 1260 – ein Schlüsselwerk der Vorstufe zur Gotik. Der Camposanto Monumentale, ein mittelalterlicher Friedhof mit Kreuzgangarchitektur, enthält bedeutende Freskenfragmente, darunter Teile des berühmten Triumph des Todes (14. Jahrhundert, Autor unbekannt).

Der Schiefer Turm von Pisa in Bildern und Videos

Umgebung & Kombinations-Tipps

Die Piazza dei Miracoli liegt im nordwestlichen Teil der Pisaner Altstadt, ca. 2 km vom Bahnhof Pisa Centrale entfernt. Von der Piazza aus ist die gesamte Innenstadt zu Fuß erreichbar. Besonders lohnend ist ein Spaziergang entlang des Lungarno – der Uferpromenade des Arno – bis zur Piazza dei Cavalieri, dem historischen Regierungszentrum der Pisaner Republik mit dem Palazzo della Carovana (heute Sitz der Scuola Normale Superiore).
Wer mehr Zeit mitbringt, sollte das Museo Nazionale di San Matteo besuchen, das eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher pisanischer Skulptur und Malerei beherbergt – darunter Werke von Simone Martini und der Pisano-Werkstatt.

Pisa lässt sich gut mit einem Tagesausflug aus Florenz kombinieren: Die Fahrzeit mit dem Regionalzug beträgt ca. 60–80 Minuten, sodass ein halber Tag auf der Piazza dei Miracoli mit Turmbesteigung und Dombesuch realistisch planbar ist.


Mit einer kombinierten Florenz–Pisa-Tour lassen sich der Schiefer Turm von Pisa und die wichtigsten Highlights der Toskana an einem Tag verbinden – bei Viator buchen.

Bedeutung heute

Der Schiefer Turm von Pisa zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens. Schätzungsweise über eine Million Besucher besteigen den Turm jährlich; die Gesamtbesucherzahl der Piazza dei Miracoli liegt deutlich höher, da viele Reisende das Ensemble besuchen, ohne den Turm zu besteigen. Die tägliche Besucherkapazität im Turm ist aus Sicherheitsgründen auf Gruppen von maximal 45 Personen gleichzeitig beschränkt, was trotz des hohen Andrangs eine kontrollierte Atmosphäre auf der Plattform gewährleistet.
Das UNESCO-Weltkulturerbe-Siegel (verliehen 1987 an das gesamte Piazza-del-Duomo-Ensemble) hat die internationale Wahrnehmung des Turms als Kulturdenkmal gestärkt. Die Welterbeauszeichnung verpflichtet die zuständigen Behörden – primär die Opera della Primaziale Pisana, die das Ensemble seit Jahrhunderten verwaltet – zu kontinuierlichen Erhaltungsmaßnahmen. Die nach den Stabilisierungsarbeiten 2001 eingeführten permanenten geodätischen Messsysteme überwachen seitdem laufend Position und Neigungswinkel des Turms.
Wissenschaftlich bleibt der Turm ein vielzitiertes Referenzobjekt der Geotechnik: Die Stabilisierungsmethode von John Burland und seinem Team gilt als Standardwerk für den Umgang mit geneigten historischen Strukturen auf weichem Untergrund und wurde weltweit für ähnliche Projekte adaptiert. Das Turmprojekt ist regelmäßig Gegenstand von Fachpublikationen in der Bauingenieurwissenschaft.

Besuch planen

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und sind auf der offiziellen Website der Opera della Primaziale Pisana aktuell einsehbar: offizielle Website Schiefer Turm von Pisa (opapisa.it)  Tickets für den Turmaufstieg sind strikt kontingentiert und können – besonders in der Hauptreisesaison von April bis Oktober – Wochen im Voraus ausverkauft sein. Eine Vorab-Buchung online ist daher dringend empfohlen.
Anreise:

Zug: Vom Bahnhof Pisa Centrale ca. 2 km zur Piazza del Duomo; zu Fuß ca. 25 Minuten oder per Bus (Linie LAM Rossa).
Auto: Parkmöglichkeiten am Parcheggio Piazza dei Miracoli direkt an der Piazza; das Zentrum Pisas ist für Pkw weitgehend eingeschränkt (ZTL-Zone).
Flugzeug: Der Flughafen Pisa (Galileo Galilei) liegt ca. 3 km vom Zentrum entfernt; mit dem Zug vom Flughafen-Bahnhof Pisa Aeroporto ca. 10 Minuten zum Bahnhof Centrale.

Empfohlene Besuchsdauer: Allein der Turmaufstieg dauert ca. 30–45 Minuten. Für das gesamte Piazza-Ensemble (Dom, Baptisterium, Camposanto, Turmaufstieg) sollten mindestens 3–4 Stunden eingeplant werden.
Beste Besuchszeit: Unter der Woche morgens (Öffnungszeit bis ca. 10 Uhr) ist der Andrang am geringsten. Die Monate Oktober bis März sind deutlich ruhiger als die Hauptsaison.

Fotografieren: Auf der Aussichtsplattform und auf der Piazza ist Fotografieren erlaubt. Im Inneren des Turms (Treppenschaft) ist Fotografieren grundsätzlich möglich, aber durch die Enge eingeschränkt.

Barrierefreiheit: Der Turmaufstieg (294 Stufen, keine Aufzüge) ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich. Die Piazza del Duomo selbst ist ebenerdig und für Rollstühle und Kinderwagen gut begehbar.
Audioguide: Audioguides sind vor Ort und teilweise in gebuchten Touren enthalten; aktuelle Verfügbarkeit auf der offiziellen Website prüfen.

Tickets und Touren buchen

Buche deine Tickets für den Schiefen Turm von Pisa bequem online vor – so vermeidest du Wartezeiten und ausgebuchte Kontingente vor Ort:

Hinweis: Diese Links sind Affiliate-Links. Du zahlst keinen Aufpreis, wir erhalten eine kleine Provision. 

Warum lohnt sich der Besuch?

Der Schiefer Turm von Pisa ist mehr als das meistfotografierte Gebäude der Welt. Wer ihn besteigt, begreift, warum dieser Ort Generationen von Ingenieuren, Kunsthistorikern und Reisenden in seinen Bann gezogen hat: Die Kombination aus romanischer Architekturpracht, der physisch spürbaren Neigung und dem Panoramablick über Pisa ergibt ein Besuchserlebnis, das sich schwer reproduzieren lässt.
Für Kulturreisende ist das Ensemble auf der Piazza dei Miracoli ein Pflichtprogramm: Dom, Baptisterium, Camposanto und Turm bilden zusammen einen der dichtesten Konzentrationen romanischer Kunst Italiens. Erstbesucher profitieren von der kompakten Lage des Ensembles – alles ist in einem Radius von 300 Metern zugänglich. Familien mit Kindern erleben am Turm den seltenen Effekt, dass ein historisches Denkmal körperlich-spielerisch erfahrbar wird: Die schräge Treppe, der kippende Horizont auf der Plattform und die bekannte Pose vor dem Turm machen ihn auch für jüngere Besucher zu einem Erlebnis.
Da kein stadtweiter Museumspass wie die Firenze Card für Florenz existiert, empfiehlt sich für Pisa ein Kombi-Ticket für das gesamte Ensemble, das über die offizielle Website oder vorab über die Buchungsplattformen erhältlich ist.

Kulinarische Erlebnisse in der Nähe

Rund um den Schiefen Turm finden sich zahlreiche Lokale – von touristischen Restaurants direkt auf der Piazza bis hin zu authentischen Trattorien und Osterien in den Seitenstraßen der Altstadt. Wer Pisa kulinarisch erleben möchte, sollte sich auf die Suche nach traditionellen Gerichten machen, die seit Jahrhunderten Teil der regionalen Küche sind. Dazu zählen Pisaner Spezialitäten wie "Cecina", "Baccalà alla livornese" oder süße Leckereien wie "Torta co’ bischeri". Viele Restaurants in der Umgebung setzen auf lokale Produkte, toskanischen Wein und familiäre Gastfreundschaft – ideal für eine Pause nach dem Sightseeing. Rund um den Schiefen Turm finden sich zahlreiche Lokale – von touristischen Restaurants bis hin zu authentischen Trattorien in den Seitenstraßen. Wer Pisa kulinarisch erleben möchte, sollte sich auf die Suche nach lokalen Klassikern begeben.

  1. Trattoria Toscana L’Ostellino – kleine Sandwich-Bar mit Spezialitäten wie Wildschwein-Salami & Käseplatten Kultlokal bei Studierenden, Einheimischen und Touristen zugleich. Die Panini und Tellergerichte sind reichhaltig, authentisch und überraschend günstig. Auch vegetarische Varianten und lokale Weine sind verfügbar – perfekt für ein entspanntes Mittagessen mit Blick auf das Treiben in der Altstadt.

  2. Osteria dei Cavalieri – kreative toskanische Küche, ideal für Fisch und Wild In unmittelbarer Nähe zur Piazza dei Miracoli gelegen, bietet dieses Restaurant gehobene, aber dennoch bodenständige Küche. Beliebt sind Gerichte wie hausgemachte Pici mit Trüffeln, gebratener Kaninchenrücken oder Fischfilet mit Linsencreme. Das Interieur ist schlicht-elegant, der Service sehr aufmerksam.

  3. Ristorante Da Bruno – familiengeführt, seit Jahrzehnten Klassiker wie Pasta al ragù und Tintenfischsalat Ein echtes Traditionshaus in Pisa: Seit Generationen wird hier gekocht, was die toskanische Küche ausmacht. Die Atmosphäre ist herzlich, das Ambiente einfach. Besonders lohnend ist das Mittagsmenü mit saisonalen Spezialitäten wie Wildschweingulasch oder frischer Fischsuppe.

  4. Gelateria De’ Coltelli – ausgezeichnete Eisdiele mit Biozutaten Diese Eisdiele am Arno ist weit über Pisa hinaus bekannt: Hier entstehen Sorten wie Lavendel mit Honig, Salzkaramell oder Kastaniencreme – alles aus biologischen Zutaten und mit viel Leidenschaft zubereitet. Perfekt für eine süße Pause zwischen Dom und Flussufer.

  5. Antica Trattoria Il Campano – rustikale Gerichte und eine der besten Weinkarten der Stadt In einem historischen Gebäude gelegen, bietet dieses Lokal ein stimmungsvolles Ambiente mit warmem Licht, Steinwänden und handgeschriebener Speisekarte. Hier genießt man Klassiker wie "Pasta e fagioli", Cinta-Senese-Schinken oder Wildgerichte, begleitet von edlen Weinen aus dem Chianti oder Bolgheri.

Fazit

Der Schiefer Turm von Pisa ist ein Bauwerk, dessen Berühmtheit seine tatsächliche kunsthistorische Substanz fast überdeckt. Wer über den ikonischen Fotowitz hinausschaut, findet auf der Piazza del Duomo eines der geschlossensten romanischen Ensembles Italiens – mit einem Glockenturm, der die Geschichte einer ganzen Stadtrepublik in Stein und Marmor trägt. Für Kulturreisende, die die Toskana bereisen, ist der Schiefer Turm kein touristisches Pflichtprogramm, sondern ein genuines Denkmal, das den Aufstieg und den Panoramablick verdient. Die Vorab-Buchung der kontingentierten Eintrittskarten ist dabei keine Option, sondern eine praktische Notwendigkeit.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Pisa und der Toskana

Der Schiefer Turm von Pisa ist nur eines von vielen Highlights, die die Toskana für Kulturreisende bereithält. Wer weitere außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in der Region sucht, findet auf unserer Übersichtsseite Museen in Florenz eine vollständige Liste der wichtigsten Kulturorte der Regionalhauptstadt. Einen umfassenden Überblick über alle Highlights der Stadt bietet unsere Florenz Sehenswürdigkeiten Seite, während die zentrale Übersicht zu den Museen in der Toskana die wichtigsten Museumsstädte der gesamten Region zusammenfasst.

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