Parkplätze in Florenz

Dinge, die man in der Toskana lieber nicht machen sollte

Jedes Land hat andere Regeln . In Italien gibt es immer wieder sehr komische Regeln, die man als Urlauber in diesem Land nicht kennt und dann sein Lehrgeld zahlt. In Italien kann dies dann schon sehr teuer werden, weil eine Strafen einfach die gesamte Urlaubskasse oder vielleicht sogar ein Jahresgehalt sprengen können. Wir haben ein paar Beispiel aufgezählt und erweitern diese noch nach und nach. Hier schon mal ein paar Informationen vorab für seinen nächsten Urlaub in der Toskana ohne Stress und Bussgelder.  

1 . ​Befahren einer ZTL Zone 

Was ist eine ZTL Zone wird sich manch einer fragen. Die Antwort ist : ZTL ist die Abkürzung für "zona traffico limitato"  - das bedeutet verkehrsberuhigte Zone. Manchmal sind diese nicht einfach zu erkennen und fährt einfach ohne zu wissen in eine solche Zone rein. Die meisten Städte in der Toskana wie Florenz,Siena, Pisa, Livorno,Grosseto und viele mehr haben eine ZTL Zone. Informiert euch rechtzeitig vorab, wenn es geht, wo man bei einem Toskana Städtereise oder Tagestour am besten parken kann, ohne in eine ZTL Zone rein zu fahren. Nicht immer sind die ZTL Zonen in allen Städten aktiv - das hängt von Tag und Uhrzeit ab. Auch mehrmaliges Durchfahren einer ZTL Zone wird als einzelner Verstoß geahndet - das heißt es wird die Strafe mehrmals ausgestellt. Wer denkt, dieser Strafzettel kommt nicht nach Deutschland, er irrt. Mittlerweile beantragen die italienischen Behörden auch Rechtshilfe bei den  Deutschen Behörden. Dann wird es richtig teuer. Wer die Möglichkeit hat, sollte gleich seinen Strafzettel vor Ort zahlen und gleich - da gibt es häufig sogar noch Rabatt bis zu 50 Prozent. Eine ungenehmigte Einfahrt in eine ZTL Zone ( einmalig ) kostet zwischen 85 Euro bis 150 Euro Bussgelder. Mehr Informationen zur ZTL Zone und Parkplätzen findet Ihr unter zum Beispiel unter : ZTL Zone Florenz * ZTL Zone Pisa      

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

2. Platz Reservierung an einem der öffentlichen Badestrände in der Toskana

Richtig gehört - das betrifft sicherlich nicht nur die Toskana, sondern kann auch in ganz Italien geahndet werden. Es sind nicht nur die Deutschen, die Plätze am Pool oder am Meer reservieren - es ist ein Phänomen , daß jetzt auch andere Ländergruppen angesteckt hat. Erst gerade im August konnte man öffentlich in den italienischen Zeitungen lesen, daß hier zum Beispiel an der etruskischen Küste die italienische Küstenwache in einigen Orten jetzt gegen Urlauber vorgeht, die sich schon im Morgengrauen per Handtuch, Sonnenschirm, Stuhl oder mittels anderen Gegenständen einen Platz an einem der öffentlichen Badestrände reservieren wollen. Passiert ist das im badeort Marina di Cecina am freien Strand, wo 37 Stühle und Liegen, 30 Sonnenschirme und zahlreiche Handtücher sowie sogar Badekleidung beschlagnahmt worden sind. Die Verantwortliche konnten nicht ermittelt werden. Die Gegenstände können aber bei der Küstenwache abgeholt werden, aber es ist dann ein Bussgeld von 200 Euro pro Person fällig. Hintergrund der Aktion "Mare Sucure" von der Küstenwache in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Marina die Cecina. Wichtig zu wissen ist, daß die Stadtverwaltung hier eine Verordnung erlassen hat wie schon viele andere Strände in Italien , wo an freien Stränden vor 8.30 Uhr keine Gegenstände unbeaufsichtigt am Strand zu lassen sind. Damit wird auch gegen illegale Strandliegen / Sonnenschirm Vermietungen an Stränden vorgegangen. In letzten Fall liegt auch eine Straftat vor, die auch zu höheren Bussgelder führen dürfte.  

3. Wildcampen in der Toskana

Hört sich immer wieder abenteuerlich an - mit dem Camper, Wohnwagen oder mit dem Auto an den Strand fahren und dort übernachten. In Italien und auch in der Toskana generell verboten. Das gilt nicht nur für den Strand, sondern auch im Wald und auf freien Flächen. Einzige Ausnahme ist, wenn der Besitzer die Erlaubnis erteilt hat, dann ist Campieren auf dem Privatgrund des Grundstückinhabers gestattet. Besonders in der Küstenregion und rund um Sehenswürdigkeiten wird das Verbot konsequent durchgesetzt und die Bussgelder fallen oft sehr hoch aus. Ein Urlaub wird dann zum Fiasko. Für Wildcampen muß man je nach Art mit Bussgelder zwischen 350 und 1500 Euro rechen.

4. FKK/ Nacktbaden in der Toskana

FKK ist Italien generell verboten. Einzige Ausnahme sind die seit einiger Zeit errichteten neuen Verordnungen der Gemeinden, die FKK an ausgewiesenen Plätzen explizit erlauben. Davon gibt es in Italien genau 8 Orte, davon befinden sich genau 3 FKK Strände in der Toskana. Generell gilt sicher : Wie immer - wo kein Kläger, da kein Richter - an vielen Stellen wird dies toleriert, aber lass Dich nicht dabei erwischen , dann wird es teuer. Das italienische Gesetzbuch lässt Bußgelder von 5000 bis 10.000 Euro zu. Ein besonders teurer Spaß. Wie Zeitungen bereichten haben zum Beispiel norditalienische Touristen erst gerade das Verbot bei Marina di Castagneto missachtet und wurden von anderen Strandbesuchern angezeigt. Die Polizei hat in diesem Fall Bußgelder von über 16000 Euro festgesetzt. Wer gerne trotzdem FKK praktizieren möchte, den verweisen wir auf die 3 Strande in der Toskana - Informationen zu FKK Stränden in der Toskana findet man in einen anderen Artikel von uns unter Nacktbaden in der Toskana : wo erlaubt ?

5. Kaufen von gefälschten Markenware bei Strandverkäufern

Das Plagiats Problem wird in der EU unterschiedlich geahndet. In Italien solltet Ihr vorsichtig sein. Wer kennt es nicht - die ganzen Verkäufer, die einem eine Rolex, teuere Taschen von Prada oder anderen Modelabeln am Strassen Rand andrehen wollen. Man sieht ist nicht schlecht gemacht , weiß daß es eine Fälschung ist, aber schaut gut aus und kostet wenig. Ihr schlagt zu und das kann auch schon zum Verhängnis werden - nicht nur in der Toskana, sondern in ganz Italien. Wer denkt, daß es die Strassenhändler erwischt, der irrt. Es drohen Käufern von Plagiaten sogar Strafen bis zu 10.000 Euro, wenn Sie erwischt werden von der Polizei. Auch am Strand patrouillieren mittlerweile die Polizei. Lieber einmal zu viel Nein zu sagen als nachher viel Geld los zu werden.       

Interessant auch für Andere ? Dann teile es mit Freunden und Bekannten über die bekannten Netzwerke.

Top