Pitigliano

Pitigliano

Etwas weiter im Landesinneren stoßen wir auf das Tuffsteingebiet und im Besonderen auf die malerischen Städte Pitigliano, Sorano und Sovana. Die bekannteste von ihnen ist zweifellos Pitigliano. Ihr Ursprung geht natürlich auf die Etrusker zurück, noch heute sieht man die zahllosen Aushöhlungen in dem weichen Felsplateau, auf dem Pitigliano erbaut wurde: Sie wurden von den Etruskern als Grabkammern genutzt. Rund um den Ort kann man noch viele weitere Etruskergräber finden und auch die bekannten "Vie Cave", die Wegsysteme der Etrusker, die in den Tuffstein gegraben wurden sind hier allgegenwärtig. Von weitem hat man den Eindruck, Pitigliano wäre aus dem ca. 300 Meter hohen, durchlöcherten, Tuffstein empor gewachsen. Der Untergrund von Pitigliano ist mit Kellern, vielen kleinen Nischen und Tunneln versehen, den Überbleibseln der früheren Etruskergräber. So verfügt fast jedes Haus über Räume, die in das Tuffgestein gearbeitet wurden und heute z.B. als Weinlager genutzt werden. Jetzt wenden wir uns aber wieder dem oberirdischen Teil der Stadt zu. Der zentrale Platz Pitiglianos ist die Piazza della Repubblica, sie wird vom eindrucksvollen Palazzo Orsini dominiert. Im Inneren des Palazzo finden wir heute ein kleines archäologisches Museum und eine Sammlung sakraler Kunstgegenstände. Gleich neben dem Palazzo Orsini ragen die Bögen eines mittelalterlichen Aquädukt auf, mit dessen Hilfe Pitigliano mit Wasser versorgt wurde. Ebenfalls sehr sehenswert ist die Cattedrale dei Santi Pietro e Paolo, der Dom von Pitigliano. Er entstand zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert, nur die vorgesetzte Barockfassade mit dem Renaissanceportal wurde erst im 18. Jahrhundert geschaffen. Die Geschichte der Stadt wurde stark von den Juden mitgeprägt, die im 16. Jahrhundert in Pitigliano Zuflucht vor Verfolgung und Vertreibung fanden. In den verwinkelten Gassen um die schöne Via Zuccarelli entwickelte sich im Lauf der Zeit ein blühendes jüdisches Kulturleben. Eine jüdische Gemeinde gibt es heute leider nicht mehr, das kulturelle Erbe aber wird gepflegt. So wurde vor einigen Jahren die Synagoge und das jüdische Viertel "Klein-Jerusalem" restauriert und kann wieder besichtigt werden.

 Bilder sagen mehr als Worte - Impressionen aus Pitigliano

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